Anthroposophische Gesellschaft
Ludwig-Uhland-Zweig Tübingen

Aktuell im Kulturforum


mit Sylvia Waiblinger, Tübingen

Beginn: 12. Sept., u. jeden Do., 18.00 – 19.30 Uhr

im Therapeutikum Tübingen, Nauklerstr. 13

 

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Montag, 18. November, 20.15 h, Wächterstraße 36

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Montag, 2. Dezember, 20.15 h, Wächterstraße 36

Dr. Klaus Lesacher, Tübingen

 

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Was ist Anthroposophie ?

"Anthroposophie ist ein Erkenntnisweg, der das Geistige im Menschenwesen zum Geistigen im Weltenall führen möchte. Sie tritt im Menschen als Herzens- und Gefühlsbedürfnis auf." (Rudolf Steiner)

Die naturwissenschaftlich orientierte Anthropologie erforscht und beschreibt das am Menschen, was sinnlich wahrnehmbar und beschreibbar ist. Anthroposophie entwickelt die objektivierenden naturwissenschaftlichen Methoden weiter und beobachtet, erforscht und beschreibtauch das, was nicht mit den äußeren Sinnen wahrnehmbar ist. Sie konzentriert und erweitert den Blick darüber hinaus auf den inneren, den erlebbaren, aber viel größeren Menschen. 

Nach den unglaublichen Entwicklungserfolgen in der naturwissenschaftlich erfaßbaren, materiellen Welt geht es nun in der Gegenwart zunehmend darum, die für die äußere Welt als Natur-Wissenschaft entwickelten Erkenntnismethoden so zu verwandeln und weiterzuentwickeln, daß mit ihnen in einer echten Geistes-Wissenschaft auch der individuelle, der "unsichtbare Mensch" in seinen Wesensgliedern sach- und wirklichkeitsgemäß erkannt wird. Dazuhin wird der Blick auch erweitert, hinaus auf den gesamten seelisch-geistigen Teil der Welt in Menschheitsentwicklung, Natur und Kosmos.

Dies zu entwickeln und zu erforschen ist Anliegen der Anthroposophie.

Der Begriff schließt sowohl die Erkenntnismethoden als auch die Erkenntnisinhalte ein. Sie will es ermöglichen, die Wirklichkeiten der immateriell geistigen Welt immer konkreter zu erleben, zu erfassen und so zu einer erweiterten und vertieften Anschauung der Welt zu führen, die auch die Fähigkeiten stärkt, sich aus erlebter Gesamterkenntnis handelnd und verantwortungsbewußt gestaltend ins praktische Leben hineinzustellen.

Dafür wurden von Rudolf Steiner, dem Begründer der Anthroposophie,  um so die durch die physischen Sinne die daran entwickelten Begriffe zu verlebendigen und die durch sie gegebenen Erkenntnisgrenzen zu überwinden. Diese Anregungen und die Forschungsergebnisse können von jedem Menschen in freier Weise ergriffen werden.

Rudolf Steiner hat seine Erkenntnisse einerseits in seinen grundlegenden Büchern ("Philosophie der Freiheit", "Theosophie", "Wie erlangt man Erkenntnisse höherer Welten ?" u.a.) ausführlich dargestellt. Sie finden sich auch unterverschiedensten Blickrichtungen immer wieder und wieder in dem weiten Feld der Beobachtungs- und Forschungsergebnisse, die er in seinen Vorträgen beschrieben hat. Diese befassen sich mit den "Wesensgliedern" des Menschen vom physischen Leib über Lebensprozesse und Seelenqualitäten bis zum "höheren", überalltäglichen Ich des Menschen und ihrer Entwicklung nach Inkanrnations- und Schicksalsgesetzmäßigkeiten. Es werden dazu  auch Menschheits- und Weltentwicklung, Zeitgeschichte und politisch-soziale Gestaltungsaufgaben der Gegenwart ausführlich erörtert. Die beobachtbare und charakterisierbare Wirksamkeit von geistigen Kräftewesenheiten wird herausgearbeitet und nachvollziehbar beschrieben. Die anthroposophisch erweiterte Geistes-Wissenschaft kann deutlich zeigen, welche zentrale Bedeutung dem Erscheinen und Wirken des Jesus-Christus zukommt, der "zum Heil der Erde und zu der Menschheit Freiheit und Fortschritt durch das Mysterium von Golgatha gegangen ist" (Rudolf Steiner).

Mit den Schulungsübungen und den auf diesem Weg gewonnenenen Forschungsergebnissen und ihrer Anwendung in der Praxis befassen sich unsere Arbeitskreise, Seminare, künstlerischen und wissenschaftlichen Veranstaltungen. Sie sind für alle Menschen frei zugänglich, die sich dafür interessieren und den Darstellungen mit offenem, gesundem Menschenverstand folgen wollen.

Die anthroposophisch erweiterte Geistes-Wissenschaft und ihre Erkenntnisse finden auf allen Lebensfeldern ihre konkrete, praktische und erfolgreiche Anwendung. Beispielhaft genannt werden können:

  • Biologisch-Dynamischen Landwirtschaft (DEMETER)
  • Pädagogik (Waldorfschulen, Sozial- und Notfallpädagogik),
  • Hochschulen und wissenschaftliche Literatur,
  • Medizin (öffentliche Kliniken und Arztpraxen, Kunsttherapie),
  • Pharmazie und Kosmetik (z.B. Weleda, WALA),
  • die Künsten, von Schauspiel und Sprache über Malerei, Plastik, Musik und neue Bewegungskunst Eurythmie
  • Architektur und organische Siedlungsgestaltung,
  • Natur- und Sozialwissenschaften (von der Antriebstechnik und Biologie bis zur Organisationsberatung, Unternehmensführung und politisch wirksamen, Frieden und Zusammenarbeit fördernden Impulsen).